Was kostet so eine normale Torte?
Das ist mit Abstand die häufigste Frage, die wir genau so gestellt bekommen. Knapp gefolgt von „Wie lange braucht ihr für so eine Torte?“ und „Wie viele Torten macht ihr pro Woche?“.
Wir können gut verstehen, dass ihr diese Fragen habt. Schließlich seid ihr keine Tortenexperten. Und wir würden euch auch wirklich gerne mit konkreten Zahlen antworten, aber die einzig richtige und ehrliche Antwort ist: Es kommt darauf an.
Denn eine Designtorte ist halt nicht einfach NUR ein bissl Mehl, Eier und Zucker, wie manche Menschen glauben und dann verächtlich den Kopf schütteln mit „Was kann daran schon so viel kosten?“.
Wir wollen euch hier einen kleinen Überblick darüber geben, was alles in eine Torte miteinkalkuliert werden muss und wie viel Aufwand das am Ende bedeutet. Let’s dive right in:
In erster Linie ist der Aufwand für eine Torte abhängig von ihrer Größe und dem Designaufwand.
Was bedeutet das nun im Detail?
–> Je größer die Torte, desto mehr Zutaten braucht man und desto länger braucht man für die Herstellung.
–> Je aufwändiger und exklusiver das Design ist, desto länger dauert die Herstellung, desto komplizierter/aufwändiger sind eventuell die benötigten Dekotechniken, desto kostspieliger sind benötigte Materialien z.B. Blattgold und desto mehr Erfahrung und Übung braucht man für ein perfektes Endergebnis.
Welche Schritte sind nun von der ersten Kundenanfrage bis zur Abholung/Lieferung der fertigen Torte notwendig:
1) Abwicklung der Bestellung = zahlreiche E-Mails beantworten, Designbesprechung, Torte kalkulieren, Angebot erstellen
2) Auftragsplanung & Einkauf = Einkauf Zutaten, Warenbestellung, Zeitplanung für Backen & Deko
3) Vorbereitungen vor der finalen Produktion z.B. Cake Boards eindecken, Deko vorbereiten, die trocknen muss, Backformen fetten/auslegen, Rezepte in der richtigen Menge bereitlegen
4) Backen der Kuchenmassen & Vorbereitung der Füllungen und Cremen
5) Torten füllen, einstreichen und gegebenenfalls mit Fondant eindecken (das womöglich zuvor noch händisch gefärbt werden muss)
6) Torte zusammenbauen und dekorieren – Viele glauben, dass der Job einer Tortendesignerin ausschließlich aus genau diesem Schritt besteht. Schöne Torten zu dekorieren.
7) Abholung der Torte bzw. Lieferung
Was allerdings noch nicht erwähnt wurde, aber im Hintergrund abläuft:
• Reinigung: Geschirrspülen (Geschirrspüler mehrmals täglich ein und ausräumen, Geschirr per Hand waschen), tägliche Backstubenreinigung (Aufkehren, Mistkübel leeren, Tische wischen, aufräumen), wöchentliche Großreinigung, Arbeitskleidung waschen
• Koordination mit anderen Dienstleistern für z.B. Blumen, Anlieferung, Farbkonzept, etc., Styled Shootings
• Buchhaltung, Büromaterial bestellen, Verpackungsmaterial bestellen, Marktamtkontrollen ertragen, laufende Schulung in Erste Hilfe & Hygiene, Fortbildung im Hinblick auf neue Dekotechniken und ähnliches, Umsetzung neuer Richtlinien wie z.B. die Verpackungsverordnung oder die DSGVO
• Telefon abheben (wenn man die Finger gerade besonders schmutzig hat am Backtag)
• Zwischendurch der eine oder andere Nervenzusammenbruch…
• Torten fotografieren, Fotos bearbeiten, Social Media Posts, Newsletter schreiben, Website aktualisieren, Webshop pflegen, Pressarbeit, auf Hochzeitsmessen ausstellen
• Produktentwicklung, damit ihr mehr Auswahl habt und immer wieder auch neue Sorten und Produkte das Leben erblicken
• Troubleshooting, wenn z.B. mitten in der Hochsaison im Sommer bei 30° Grad der Kühlschrank kaputt geht oder das Lieferauto den Geist aufgibt.
…und möglicherweise noch viele weitere Dinge, die wir einfach vergessen haben.
Spätestens an diesem Punkt wird klar: Der Preis einer Torte beinhaltet nicht nur das Material, sondern sehr viel Arbeitszeit, Erfahrung und zahlreiche unternehmerische Nebenkosten und er ist von vielen Faktoren abhängig.
Daher haben wir für euch zur Orientierung eine Kollektion auf unserer Website erstellt, in der ihr die Preise der gängigsten Tortendesigns findet. Schaut gleich mal vorbei, denn dort stehen endlich Zahlen!