Meine erste Torte

Meine erste Torte

Na, was sagt ihr zu unseren Kunstwerken?

Ja, auch wir haben einmal klein angefangen, viel herumexperimentiert, ausprobiert, weggeschmissen oder verschenkt, weils zwar gut geschmeckt hat, aber optisch nicht ganz das war, was wir geplant hatten. Wer kennts nicht? Wenn du dich schon einmal im Tortendesignen versucht hast, wirst du bestimmt genau wissen, wovon wir sprechen. Gerissenes Fondant, zerronnene Buttercreme, geronnene Ganache, verbrannte Böden, umgefallene Figuren, sitzengeliebene Tortenböden… Die Liste der Missgeschicke lässt sich beliebig lange fortsetzen.

Aber Übung macht ja bekanntlich die (Konditor)Meisterin und aus unseren zarten Anfängen ist nach vielen Jahren das Tortenstudio gewachsen.

Als erste Übungsobjekte mussten immer Family und Friends herhalten (Das hat sich allerdings bis heute nicht geändert, wenn wir mal wieder Produktentwicklung machen und Testesser brauchen.).

Irenes grüne Bärchentorte war ihre erste Fondanttorte und für ihren Freund zum Geburtstag. Das Rezept für den Boden war von seiner Oma und hat natürlich am Ende ganz anders geschmeckt, als wenn es die Oma selbst gebacken hätte. Der Kampf mit dem grünen Fondant war hart und die Marmelade darunter leider nicht die geeignete Unterlage. Irgendwann ist die grüne Bumenwiese dann schließlich davongeronnen. Aber zum Glück war das alles nicht so schlimm. Sie sind heute noch immer glücklich zusammen.

Die Torte mit den Schokoherzen war für Irenes Papa zum Geburtstag. Irene wollte unbedingt einmal Schokoladen-Spitzdekor ausprobieren und hat den Papa zum Anlass dafür genommen. Wie man unschwer erkennen kann, ist die Randverzierung genau vorne in der Mitte gebrochen. Eigentlich sollten die Enden der Deko hinten sein, aber ja, beim nächsten Mal waren sie es dann. Dafür hat es dem Papa vorzüglich geschmeckt. Es war schließlich genug Rum drin.

Andreas erste „Motiv“torte war ein Auto aus Omas Sachertorte zum 6. Geburtstag eines Patenkindes. Die Augen des Kindes haben vor Freude geglänzt beim Kerzen ausblasen, aber auch Andrea hatte beim Backen um 2:00 Uhr in der Früh feuchte Augen, denn die Schoko wollte einfach nicht fest werden und die Torte nicht stehen bleiben. 3D Torten sind aber bis heute eines ihrer liebsten Steckenpferde.

Die Kuhtorte läutete bei Andrea schießlich die professionelle Fondanttorten-Karriere ein. Sie war für eine gute Freundin zum 40. Geburtstag. Diese Freundin hat alles in Kuhform gesammelt, was man nur finden konnte z.B. Tassen, Hausschuhe, etc. Und da Andrea die ewig gleiche runde Sachertorte schon langweilig und sie mit einer gebrochenen großen Zehe gerade im Krankenstand war (im Februar bei meterhoch Schnee), hatte sie viel Zeit, zu recherchieren, wie man so eine Torte macht. Schließlich hat sie die Mama einkaufen geschickt und das Tortenthema war sowieso beschlossene Sache. Das Ergebnis war die Kuh und die Freundin war sehr happy.

Mittlerweile haben wir ein ordentliches Maß an Professionalität erreicht, aber Versuch & Irrtum ist für uns noch immer der beste Weg zu neuen Rezepten oder innovativen Designtechniken. Auch nach vielen Jahren Erfahrung.

Na, was sagt ihr nun? Habt ihr ähnliche Geschichten auf Lager?

 

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